„Wolfgang Zeller reloaded“ –             Ergänzende Schätze aus dem Magazin                               (15.10. – 10.12.23).           Ausstellungseröffnung 15.10.23 um 16 Uhr.

Anlass für gleich zwei Ausstellungen zu Zeller ist der 50. Todestag des Malers.
Vielleicht verwundert es sie, dass nun noch eine zweite Ausstellung folgt. Dies ist damit zu erklären, dass der Schwälmer Heimatbund den größten Teil des Nachlasses des Künstlers erhielt. Wir sind somit in der glücklichen Situation, ein sehr großes Konvolut von Werken Zellers zu besitzen.

 

Während in der ersten Ausstellung im Juni nur großformatige Ölbilder gezeigt wurden, befindet sich im Magazin des Museums auch ein großer Schatz von ausdrucksstarken Zeichnungen und Radierungen, die durch ihre Ausführungen begeistern.
Durch diese ergänzende Ausstellung wird erst die Vielfalt des Werkes von Wolfgang Zeller deutlich. Es war von daher einfach ein Muss auch die Radierungen und Zeichnungen von ihm zu zeigen.

 

Von daher: Die Meinung „Zeller, kenne ich, habe ich schon gesehen,“ stimmt so nicht.
Lassen sie sich diese sehr schönen feinen und gleichzeitig oft dynamischen Arbeiten nicht entgehen. Kommen sie ins Museum, informieren sie und laden sie Bekannte ein, mit in die Ausstellung zu kommen. Es lohnt sich!

 

Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung bietet sich bei einem kleinem Imbiss und Getränken die Gelegenheit, bei lockeren, gemütlichen Gesprächen die Bilder genau in Augenschein zu nehmen.

 

Dann bis bald im Museum!

 

 

 

Werkstatt“ Konfirmationszimmer:

 

Das Museum der Schwalm sucht eine Konfirmationsurkunde mit zugehörigen Konfirmierten-Bild und Bibel für eine Konfirmierte

  

Vielleicht passend in der Konfirmationszeit nach Ostern möchte ich diesmal unsere Mitglieder einladen, nach einer Urkunde mit Bild und Bibel zu fahnden.

 

Nachdem unser erster Aufruf zur Suche des ältesten gerahmten Konfirmationsspruchs und des älteste gerahmte Konfirmationsbilds aus der Schwalm erfolgreich war und die Vereinsmitglieder des SHB Heinz Effenberger aus Leimsfeld und Horst Euler aus Borken gleich zwei Beispiele einbringen konnten, bei denen nicht nur Urkunde und Bild sondern auch noch das bei Jungen üblicherweise zugehörige Gesangbuch erhalten war, suchen wir jetzt diese Dreiergruppe bestehend aus Urkunde, Bild und Bibel, wie sie als Erinnerung an die Konfirmation bei Mädchen üblich war.

 

Wer also diese drei Dinge als Nachweis der Konfirmation eines Mädchens in seiner Familie aufbewahrt hat und solches dem Museum zur Verfügung stellen möchte, möge sich bitte melden.

 

Das nebenstehende Bild zeigt eine typische Schwälmer Bibel.

 

Viel Spaß bei der Suche!

 

 Mit schönen Grüßen aus dem Museum

 

Armin Wiegand, 8. Mai 2023

 

Sonderausstellung: Bodenfunde, stumme Zeugen der Vergangenheit                     7.8.2023 -10.9.2023

Mit der Sonderausstellung “Bodenfunde, stumme Zeugen der Vergangenheit” geben wir einen Einblick über verlorene, weggeworfene wie auch versteckte und vergessene Relikte vergangener Epochen.

 

Ausgestellt werden überwiegend Funde aus Metall, Gegenstände aus Glas, Porzellan und Keramik sind aber auch zu sehen.

 

Bei den ausgestellten Relikten handelt es sich um Funde, die zum größten Teil mit Hilfe eines Metalldetektors in den Gemarkungen Schwalmstadt- Ziegenhain gemacht wurden.

 

Ausgestellt werden zahlreiche Relikte unterschiedlichster Art wie: Münzen, Knöpfe, Schnallen, Schmuck, Militaria, aber auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs zu jener Zeit. Dazu zählen für den heutigen Betrachter auch unbekannte und kuriose Funde.

 

Zu sehen ist auch die Ausrüstung und das Equipment, welches zur Suche mit einem Metalldetektor benötigt wird. Anschauliches zur Identifizierung und Restauration der Funde ist ebenfalls zu betrachten.

 

Zahlreiche Bilder und Beschreibungen runden die Sonderausstellung ab.

  

Karsten Brockhaus

 

Kirmesausstellung "Wolfgang Zeller"

Vor 50 Jahren verstarb Wolfgang Zeller (1879 – 1973), ein Schüler von Carl Bantzer. Zeller kam ab 1901 zeitweise recht regelmäßig nach Willingshausen. Aufgrund seiner finanziellen Unabhängigkeit wurden nur wenige seiner Werke verkauft. 1972 gelangten große Teile seiner Kunst ins Museum der Schwalm. Somit besitzen wir sicherlich den umfangreichsten Bestand seiner Werke.

 

Die Ausstellung ist vom

 

9.6.2023 - 16.7.2023

 

während der üblichen Öffnungszeiten des Museums zu sehen.

 

 

 

Ausstellung

Stadt ↔ Land

Eine Beziehung im Wandel

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 14:00 – 17:00 Uhr; Eintritt: 5 €; ermäßigt: 3 €

Die Künstler/innen Marianne Spenner-Häusling, Tina Krause-Willenberg, Gerlinde Vestweber und Reiner Schmidt-Lierse zeigen eine breite Vielfalt sehr unterschiedlicher Sichtweisen von Stadt- und Landeindrücken: vom großformatigen Regen-Neon-Bild der Stadt über futuristisch-surreale Bildformate bis zu feinfühligen Erderschließungen der Landschaft und ausdrucksstarken Fotos. Ausgangspunkt der Ausstellung waren für die Kuratorin der Ausstellung Tina Krause-Willenberg 3 Bilder von Jürgen Tenz (Berlin), die bereits vor längerer Zeit nach einem Workshop in der Schwalm dem Schwalm-Museum geschenkt wurden. Sie zeigen in kräftigen Farben Momente des Einbruchs von Verkehr und Unruhe in das „ruhige Landleben“.

 

Die Ausstellung greift ein Thema auf, das, gerade im Rahmen der Corona-Epidemie und durch den verstärkten Einsatz von Homeoffice, die Verhältnisse im Arbeitsleben und auch die Beziehung zwischen Stadt-Land und zwischen Städtern und Landbewohnern in Bewegung gebracht hat. Ist die Strahlkraft der Stadt ungebrochen oder gibt es neue Zukunftschancen für das Land? Auf diese und ähnliche Fragen wird insbesondere in zwei Begleitveranstaltungen eingegangen.

INFO Tel.: 06691-3893 oder über Tina und Horst Krause-Willenberg Tel.:06691-21753 und auf der homepage des Museums der Schwalm: www.museumderschwalm.de

 

 

Vortrag im Museum der Schwalm:

Dienstag, 16. Mai 2023 19.00 Uhr: Prof. Dr. Wolf-Friedrich Schäufele, Die Ziegenhainer Zuchtordnung von 1539 und die Erfindung der Konfirmation

Die Konfirmation ist bis heute eine wichtige Station im Leben junger Menschen in den evangelischen Landeskirchen. Wenig bekannt ist, dass die Konfirmation eine hessische „Erfindung“ ist. Bei einer Versammlung führender hessischer Theologen im Schloss von Ziegenhain, an der auch der berühmte Straßburger Reformator Martin Bucer teilnahm, wurde die 1539 in Kraft gesetzte „Ziegenhainer Zuchtordnung“ beschlossen, die der noch jungen evangelischen Landeskirche Hessens markante Konturen gab. So wurde hier mit der Einrichtung des Amtes der „Ältesten“ die Mitwirkung der Laien an der Gemeindeleitung ermöglicht. Maßnahmen zur sogenannten Kirchenzucht sollten sicherstellen, dass die Gemeindeglieder auch im Alltag ein christliches Leben führten. Und mit der Einführung der Konfirmation wurde sichergestellt, dass junge Menschen vor der ersten Zulassung zum Abendmahl einen christlichen Unterricht erhielten und sich bewusst zu ihrer Taufe und zum Christsein bekennen konnten. Mit diesen Regelungen gelang es, ein überzeugendes Modell evangelischer Kirche zu schaffen, dem auch die in Hessen zahlreichen Anhänger der radikalen Täuferbewegung zustimmen konnten. Vor allem die Konfirmation erwies sich als Erfolg und verbreitete sich von Hessen schließlich in alle evangelischen Landeskirchen.

 

Der Vortrag stellt die Ziegenhainer Zuchtordnung vor, schildert die Zeitumstände ihrer Entstehung und ihre Wirkungen. Dabei wird besonderes Gewicht auf die Konfirmation und ihre Bedeutung gelegt.

 

Prof. Dr. Wolf-Friedrich Schäufele ist Professor für Kirchengeschichte an der Universität Marburg und Vorstandsmitglied der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung.

 

 

 

 

Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Stadt – Land“. Eine Beziehung im Wandel“

Land-Musik und Kräutertee                              „Das Landleben mischt sich“

mit Rainer Barth und den Hirschgärtnern Otto Kukla und Bettina Hauenschild

 

am Dienstag, 02.05.. um 19:30 Uhr
im Museum der Schwalm, Ziegenhain, Paradeplatz

 

 

Im atmosphärischen Rahmen der ausdruckstarken Bilder der Ausstellung „Stadt-Land. Eine Beziehung im Wandel“ präsentiert das Museum der Schwalm die zweite Begleitveranstaltung zur Ausstellung.

Ziehen wieder mehr Stadtbewohner aufs Land oder kommen auch wieder mehr ehemalige Landbewohner aus der Stadt zurück?
U.a. diese Fragen stellen sich die Ausstellung und die Veranstaltung.


Rainer Barth, seit 2013 Bürgermeister in Gilserberg, wuchs auf dem elterlichen Bauernhof auf, als Dipl.-Ingenieur arbeitete er weit außerhalb der Region. Warum fuhr er teilweise zum Arbeitsort bis zu tausend Kilometer und zog nicht in die Stadt?
In seiner
CD „Die Ungeduld vom Lande“, von der er Lieder wie die „Landfrau“ oder „Strukturschwach“ mit Gitarrenbegleitung spielen wird, setzt er sich gefühlvoll mit dem Leben auf dem Lande, persönlichen Erfahrungen, eigenen Widersprüchen und auch Wünschen auseinander.

Bettina Hauenschild und Otto Kukla
wurden zum Abend eingeladen, um u.a. an ihrem Beispiel ein wenig der Frage nachzugehen, ob es evtl. wieder einen Zug aufs Land geben könnte, wie er teilweise in den 70er Jahren festzustellen war.
Beide sind renommierte Schauspieler-/innen, die lange Jahre in Großstädten wie Wien, Zürich oder München gelebt haben. Da stellt sich die Frage, warum sie nun in einen kleinen Ort wie Nassenerfurth auf das
Wasserschloss Hirschgartern ziehen. Was suchen sie auf dem Lande? Sie werden von ihrem Leben und den Wünschen und Vorstellungen berichten, die sie mit dem Landleben verbinden.
Sie werden aber auch schon Produkte ihres neuen Landlebens z.B. mit Kräutertees präsentieren, die am Abend zu kosten sind.

Eintritt: 8 € (incl. Kräutertee); ermäßigt: 4 €


INFO: Tel.: 06691-3893 und unter: www.museumderschwalm.de

 

 

 

 

„‘Summer of Pioneers‘ –
Ein Projekt neuer Stadt-Land-Beziehungen“

und Projekt „Freiraumstation“
Berichte aus Homberg/Efze von Peter P. Schmidt und Johannes Kramarek

 

am Donnerstag, 13.04. um 19:30 Uhr
im Museum der Schwalm, Ziegenhain, Paradeplatz 1

Die Provinz wird für eine wachsende Zahl von Menschen zum Sehnsuchtsort. Insbesondere gut ausgebildete Kreativ- und Digitalarbeiter, die von überall aus arbeiten können, sehnen sich nach Ruhe, Gemeinschaft und Natur. Gleichzeitig kämpfen gerade viele ländlichen Regionen zunehmend mit Abwanderung und Fachkräftemangel. Diese Tatsache ist eine bisher noch wenig genutzte Chance. 
Das
Projekt Summer of Pioneers will diese Chance nutzen.

 

Das Projekt startete 2021 in Homberg/Efze.
Im Rahmen des Projekts ermöglichte die Stadt Homberg (Efze) 20 Kreativen und Digitalarbeiter:innen aus u.a. Berlin, Hamburg, Jena, dem Rhein-Main-Gebiet und Wien Probewohnen und Coworking auf dem Land. Die Pioniere, die im Rahmen einer Ausschreibung ausgewählt wurden, bekamen vergünstigte möblierte Wohnungen, mit Nebenkosten und Internet-Flat, sowie kostenlosen Zugang zur “Fachwerkerei”, dem im Rahmen des Projekts entstandenen Coworking Space am Homberger Marktplatz. Im Gegenzug brachten sich die Pioniere mit ihrem Wissen und ihren Netzwerken in der Stadt ein. Medien wie das ZDF, die ARD tagesthemen und der Spiegel haben über das “fulminante Sozialexperiment” (Süddeutsche Zeitung) geschrieben und sind der Frage nachgegangen: Wie entsteht neues Leben auf dem Land?
Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren folgt nun darauf aufbauend das Projekt „Marktcampus“, das Homberg/Efze in eigener Regie durchführt.

Peter P. Schmidt, selbst Teilnehmer des Projekts Summer of Pioneers und nun bei der Stadt als Innenstadtkoordinator angestellt wird das gesamte Projekt zusammen mit Johannes Kramarek, ebenfalls ehemaliger Pioneer vorstellen.
Ergänzend wird auch über das Projekt
„Freiraumstation“ berichtet, in dem es um die kreative Nutzung von leerstehenden Geschäften geht.

INFO: Tel.: 06691-3893 und unter: www.museumderschwalm.de

 

Ostermarkt im Museum der Schwalm

Nach der Winterpause öffnet das Museum der Schwalm in Ziegenhain mit dem traditionellen Ostermarkt am 25. und 26. März jeweils von 11.00 bis 17.00 Uhr wieder seine Pforten.

 

Neben dem Lüderkeller mit Leckereien und Schwälmer Spezialitäten sowie dem Museumscafe mit selbstgebackenem Kuchen unterschiedlicher Art erwartet die Besucher ein reichhaltiges Programm und anspruchsvolle Produkte kunsthandwerklicher Geschicklichkeit. In den Räumen des Museums findet man bei zahlreichen neuen Angeboten nicht nur bemalte Ostereier , sondern auch viele Arten von Schmuck, Leinen oder Drechselarbeiten. Man entdeckt ebenso wunderschöne Seidentücher ,Taschen, Seifen, Schwälmer Stickereien, Gestricktes, Patchwork, Töpferwaren, Blumen u. Gestecke sowie Honig. In der Spinnstube zeigen unsere Schwälmerinnen in Tracht, was aus Nadel, Wolle und Faden entstehen kann. Im Hof stellt der Korbmacher seine Waren aus. Der Eintritt beträgt 3 €.

 

Die Mitarbeiter des Museums läuten den Frühling ein und freuen sich mit den Besuchern auf ein abwechslungsreiches Programm in den kommenden Monaten, das man auf unserer Homepage www. museumderschwalm.de findet.

 

Los geht es schon am 1. April, um 16.00 Uhr mit der Vernissage zur Kunstausstellung „Stadt - Land“.

 

Ab dem 2. April ist das Museum wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet : Dienstag - Sonntag 14.00 - 17.00 Uhr.

 

 

Kunst am Bau -                                                  Die „versteckten“ Kunst-Schönheiten der Schwalm

Ausstellung und Begleitprogramm

vom 10.09. bis 31.12.2022
im Museum der Schwalm

Ausstellungseröffnung
am Samstag, 10.09. um 17:00 Uhr

 

 

Die Ausstellung „Kunst am Bau - Die ‚versteckten‘ Kunst-Schönheiten der Schwalm“ zeigt sehr schöne großformatige, farbenfrohe Fotografien von Wandmalereien, Wandmosaiken, Sgrafittos und Graffitis, die an öffentlichen Gebäuden zu sehen sind bzw. zu sehen waren. Sie stammen vor allem von den bekannten Künstlern Vincent Burek und Wilhelm Zastrow.
Der größte Teil der zu sehenden Werke wurde in den 50er und 60er Jahren geschaffen. Nachdem leider ab den 70er Jahren viele der Werke bei Umbaumaßnahmen beseitigt wurden, weil sie wohl „nicht mehr zeitgemäß erschienen“, hat heute durch die Street Art eine Renaissance von Kunst im öffentlichen Raum eingesetzt. Daher werden in der Ausstellung im kleinen Maße auch einige aktuelle Street Art Bilder gezeigt, die allerdings teilweise außerhalb der Schwalm entstanden sind. Außerdem werden einige heutige Wandmosaiken und Arbeiten von Schülern der Melanchthon-Schule Steinatal zum Thema gezeigt.
Der Untertitel der Ausstellung „versteckte Kunst-Schönheiten“ weist daraufhin, dass wir die meisten der gezeigten Werke oft gar nicht bewusst wahrnehmen, „übersehen“, obwohl wir oft täglich an ihnen vorbeifahren oder gehen.
Ein Ziel der Ausstellung ist daher auch, wieder mehr darauf zu achten und wahrzunehmen, was uns umgibt. Es sind oft wahre Schönheiten.

 

Planung, Konzeption und Koordination von Ausstellung und Begleitprogramm: Horst Krause-Willenberg und Bernd Lindenthal

 

Die Ausstellungseröffnung wird musikalisch begleitet und umrahmt von den Klarinettenklängen Andreas Fiebigs.

 

Öffnungszeiten der Ausstellung: Dienstag bis Sonntag von 14:00 - 17:00 Uhr.

Museum der Schwalm; Paradeplatz 1; 34613 Schwalmstadt-Ziegenhain
Tel.: 06691 / 3893 eMail:  info@museumderschwalm.de

 

 


Hessischer Demografiepreis geht in den Schwalm-Eder-Kreis und auch an das Museum der Schwalm

Das Projekt Museumsbus aus der LEADER-Region Schwalm-Aue an dem auch das Museum der Schwalm beteiligt ist hat den 2. Platz beim diesjährigen Hessischen Demografiepreis gewonnen. Mit dem Preis werden Initiativen geehrt, die sich den Herausforderungen des demografischen Wandels in ländlichen Regionen stellen. Über 80 Projekte hatten sich in diesem Jahr beworben, von denen sechs Projekt ausgewählt wurden.

 

 

 

Wir freuen uns riesig, dass wir den 2. Platz beim diesjährigen Hessischen Demografiepreis gewonnen haben, ist er doch eine tolle Bestätigung unseres langjährigen Engagements“, begeistert sich Heidrun Merk vom Schwälmer Dorfmuseum Holzburg. Der Museumsbus ist ein Fahrservice, der Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen kostenlos zu Museen und kulturhistorischen Einrichtungen in der Schwalm-Aue und darüber hinaus transportiert. Denn häufig sind Museen im ländlichen Raum für Gruppen schlecht mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen. „Wir wollen unsere kulturhistorischen Schätze der Region besser bekannt machen“, erläutert Ingo Sielaff vom Hessischen Braunkohlebergbaumuseum, das ebenfalls am Projekt Museumbus teilnimmt. Aber auch die Zusammenarbeit und Professionalisierung der Museen werden durch das Projekt verbessert. Denn die Museen entwickeln mit Unterstützung des Hessischen Museumsverbandes für den Museumsbus zielgruppenspezifische pädagogische Angebote. „Wir sind sehr froh, dass die sechs Kommunen der beteiligten Museumsstandorte und der Schwalm-Eder-Kreis das Projekt finanziell unterstützen“, betont Sonja Pauly, Regionalmanagerin der LEADER-Region Schwalm-Aue und Mitinitiatorin des Projekts. Mit dem Geld werden bis zu 70 Bustransporte pro Jahr und der Projektkoordinator finanziert. Der Museumsbus Schwalm-Aue fährt folgende Museen an: Schwälmer Dorfmuseum in Holzburg, Künstlerkolonie mit Kunsthalle und Gerhardt-von-Reutern Haus in Willingshausen, Gedenkstätte/Museum in Trutzhain, Museum der Schwalm in Ziegenhain, Hessisches Braunkohle Bergbaumuseum in Borken, Erinnerungspfad in Wabern und Haus der Geschichte in Homberg mit Haus der Reformation und HohenburgMuseum. Mittelfristig wird angestrebt, weitere bedeutende Museen im Schwalm-Eder-Kreis für die Teilnahme am Museumbus zu gewinnen. Weitere Infos unter: www.museumsbus-schwalm-aue.de

 

 


„Werkstatt“ Konfirmationszimmer:

Das Museum sucht den ältesten gerahmten Konfirmationsspruch und das älteste gerahmte Konfirmationsbild aus der Schwalm

 

Der Schwälmer Heimatbund hat in seiner Jahreshauptversammlung am 31. 05. 2022 dem Antrag zugestimmt, im Museum der Schwalm ein „Konfirmations-Zimmer“ einzurichten.

 

Vielleicht passend zum Reformationstag möchte ich unsere Mitglieder einladen, nach dem ältesten gerahmten Konfirmationsspruch und dem ältesten gerahmten Konfirmationsbild zu suchen.

 

Früher wurden die Konfirmationsurkunden versehen mit einem Bibelspruch, den der Pfarrer ausgesucht hatte, schön gerahmt und in Ehren gehalten. Vielleicht können Sie sich in Ihrer Familie mal auf die Suche machen und sich auch selbst nochmal mit Ihrem Spruch auseinandersetzen.

 

Die schönsten Beispiele könnten im „Konfirmations-Zimmer“ einen Platz im Museum finden.

 

Die nebenstehenden Bilder zeigen einen Konfirmationsspruch auf einem „Gedenkblatt auf den Tag der Confirmation“ von 1880. Das Konfirmationsbild mit dem Konfirmationsjahrgang 1936 (Geburtsjahrgang 1922 – vor 100 Jahren) vor der Kirche in Zella ist in eine Hinterglasmalerei eingefügt, wie sie zur Umrahmung von Familienbildern zwischen dem 1. und dem 2. Weltkrieg üblich waren. Das Bild ist ebenfalls mit einem Spruch versehen, den man dem Bilderrahmer mitgab, der aber nicht der Konfirmationsspruch sein muss, sondern auch ein Sinnspruch sein kann.

 

Viel Spaß bei der Suche!

 

 

Mit schönen Grüßen aus dem Museum

 

Dr. Armin Wiegand, 31. 10. 2022

 

 

 


Kultur-Spaziergang zu den „versteckten“ Wandbildern in Ziegenhain

mit Horst Krause-Willenberg

 

Am Sonntag, 30.10. von 14 – ca. 16 Uhr
Startpunkt: Museum der Schwalm

 

 

Vincent Burek, Wandbild am Kindergarten Steinweg

Bei der gelungenen Fahrradtour mit 30 Teilnehmern zu ‚versteckten‘ Wandbildern und Mosaiken in Ziegenhain und Treysa kam die Idee zu einer Wiederholung dieser Erkundungstour auf. Der Kultur-Spaziergang stellt nun eine Fortsetzung dieser ‚Entdeckungstour‘ von oft übersehenen Kunstschönheiten der näheren heimatlichen Umgebung dar. Dieses Mal beschränkt sich der Rundgang auf Ziegenhain und die Kunstwerke von Vincent Burek. Neben den frei zugänglichen Außen-Wandbildern an Gebäuden, werden auch die zwei schönen Wandgestaltungen in der Berufsschule Ziegenhain zu sehen sein.
Der Rundgang endet gegen 16 Uhr am Museum der Schwalm.
Es besteht für Interessierte dann noch die Möglichkeit, die umfangreichere Ausstellung zu Wandbildern und Mosaiken in der Schwalm im Museum zu besuchen. Horst Krause-Willenberg bietet dann auch eine kleine Führung zur Ausstellung an.

 

Anmeldung zum Kultur-Spaziergang:
horstkrawi@t-online.de; Tel.: 06691-21753

 

Teilnahmekosten für die Tour: 5 €

 

 

 

 

Galerie

Hier finden Sie einige Bilder aus diversen Veranstaltungen, die im letzten Jahr im Museum der Schwalm stattfanden.

 

Nutzen Sie zur Auswahl bitte die Unterkategorien auf der rechten Seite.

Spinngruppe „Rumpelstilzchen“ zu Besuch im Museum der Schwalm

Am Samstag, dem 15.10.2022 haben wir zu den normalen Öffnungszeiten, also in der Zeit zwischen 14.00 und 17.00 Uhr im Museum die Spinngruppe „Rumpelstilzchen“ zu Gast. Die Gruppe belebt aktiv das Jahrhunderte alte Handwerk der Herstellung von Garnen. Das Spinnen mit Handspindeln sowie Spinnrädern wird praktiziert. Verwendet wird Rohwolle von Schafen, Lamas und Alpakas.Eine Spinnerin ist Expertin im Verspinnen von Katzen-und Hundehaar. Neben theoretischer Grundlagen, gehört auch Fingerfertigkeit dazu.

  

So wird es uns an diesem Tag sicher gelingen, ein altes Handwerk wieder aufleben zu lassen.

 

 

Kleine Fahrradtour in Schwalmstadt zu den „Versteckten“ Kunstschönheiten der Schwalm

Die Fahrradtour ist eine ‚Entdeckungstour‘ zu ‚versteckten‘ Wandbildern und Mosaiken in Ziegenhain und Treysa und wird mit Erläuterungen ca. 120 Minuten dauern. Ein besonderes Highlight ist dabei, dass der sonst nie zugängliche Wasserhochbehälter in der Igelsheide neben dem Fernsehturm einmalig für die Rundfahrt geöffnet wird, damit das sehr schöne Mosaik der Wasserschöpferin von Wilhelm Zastrow im Inneren des Gebäudes betrachtet werden kann. Ebenso wird in der Berufsschule Ziegenhain am Samstag das sehr große schöne Wandbild von Vincent Burek zugänglich sein. Zum Abschluss besteht die Möglichkeit zum Kaffeetrinken im Cafe Viehmeier.

Anmeldung zur Tour:
info@museumderschwalm.de; Tel.: 06691-3893

 

Teilnahmekosten für die Tour: 5 €

 

 

mit Bernd Lindenthal und Horst Krause-Willenberg

 

Am Samstag, 24.09. von 14 – ca. 16 Uhr
Startpunkt: Museum der Schwalm

 

 

Aufgrund der großen Resonanz wird die Ausstellung "Funde aus dem Wallgraben"  bis zum 14.8.2022 verlängert.

Sonderausstellung "Funde aus dem Wallgraben"

Der Schwälmer Heimatbund präsentiert im Museum der Schwalm Fundsachen aus dem Wallgraben in Ziegenhain. Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, dem 16.06.2022 (Fronleichnam), um 17.00 Uhr.

 

Nach vielen Jahren der Sperrung der Wallgrabenanlage und der darauf folgenden Entmunitionierungsmaßnahme werden nun die Fundstücke der Öffentlichkeit gezeigt.

 

Bereits seit 2009 wurden in der Wallgrabenanlage Untersuchungen zur möglichen Entfernung von Fremdstoffen durchgeführt. Die anfängliche Methode mit dem Einsatz von Kampfmitteltauchern war bereits erfolgreich beim Auffinden von Fremdstoffen im Gewässergrund, konnte sich jedoch aufgrund der großen Fläche , die es zu untersuchen galt , nicht durchsetzen. Es musste eine effektive Methode gefunden werden , den Wallgraben flächendeckend zu säubern. Diese konnte im Jahre 2015 der Öffentlichkeit (HNA Bericht vom 16.03.2015) präsentiert werden. Mittels eines großen Baggers schwimmend auf einem Ponton wurde in langjähriger Arbeit der Gewässergrund komplett bis zu einer Schlammtiefe von 1,5 Metern durchgesiebt. Bei dieser Methode konnte jeder Quadratmeter JPS eingemessen , von Unrat und Kampfmitteln befreit werden. Den Schlamm aus der Baggerschaufel hat man mit Wasserhochdruck ausgespült und wieder dem Gewässer zugeführt.

 

Seit Beginn der Untersuchungen stand ein Mitglied des Schwälmer Heimatbundes in engem Kontakt zu den an der Maßnahme beteiligten Institutionen: vom Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen, dem Landesbetrieb Immobilien Hessen, dem Hessischen Justizministerium, der JVA Schwalmstadt. Von allen beteiligten Firmen und dem Landesamt für Denkmalpflege wurde die Aufbewahrung von Fundstücken und die damit verbundene Präsentation in einer Ausstellung unterstützt.

 

Man darf sehr gespannt sein, wie sich so mancher Bürger aus der Region in Bezug zu Ausstellungsstücken an seine Kindheit erinnert. Es werden aber auch Ausstellungsstücke zu sehen sein, welche selbst erfahrene Historiker nur zu Spekulationen anregen können: angefangen vom Schild der ehemaligen Synagoge in Treysa, über ein Siegel oder Säbel und Waffen des ersten und zweiten Weltkrieges. Sicherlich sind auch Formen für die Herstellung von Zinnfiguren, die einstmals im Gefängnis produziert wurden, sehenswert.

 

Daneben werden bei der Ausstellung auch Alltagsgegenstände der jüngsten Vergangenheit gezeigt. Vielleicht erkennt ja der eine oder andere Besucher noch seinen Eishockeypuck oder die nicht ganz legal entsorgte Nähmaschine oder Schubkarre.

 

Die Ausstellungseröffnung wird am Donnerstag , dem 16.6.2022 ab 17.00 Uhr von der Schwälmer Mundartband „Die Stracke“ begleitet. Im zweiten Teil der Veranstaltung spielt die Band im Lüderkeller und im Hof des Museums Rock- , Blues- , Reggae und andere Musik mit eigenen Texten in Schwälmer Platt. Dazu gibt es leckere Schwälmer Spezialitäten und erfrischende Getränke.

 

Die Ausstellung ist noch noch bis zum 14.8.2022 zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums der Schwalm zu sehen (DI - SO von 14.00 - 17.00 Uhr). Sofern Führungen gewünscht werden, ist die Vereinbarung eines Termins unter der eMail-Adresse info@museumderschwalm.de oder unter der Telefonnummer 06691-3893 möglich.

 

 

 

Bilder R. Braun