Kunst am Bau -                                                  Die „versteckten“ Kunst-Schönheiten der Schwalm

Ausstellung und Begleitprogramm

vom 10.09. bis 31.12.2022
im Museum der Schwalm

Ausstellungseröffnung
am Samstag, 10.09. um 17:00 Uhr

 

 

Die Ausstellung „Kunst am Bau - Die ‚versteckten‘ Kunst-Schönheiten der Schwalm“ zeigt sehr schöne großformatige, farbenfrohe Fotografien von Wandmalereien, Wandmosaiken, Sgrafittos und Graffitis, die an öffentlichen Gebäuden zu sehen sind bzw. zu sehen waren. Sie stammen vor allem von den bekannten Künstlern Vincent Burek und Wilhelm Zastrow.
Der größte Teil der zu sehenden Werke wurde in den 50er und 60er Jahren geschaffen. Nachdem leider ab den 70er Jahren viele der Werke bei Umbaumaßnahmen beseitigt wurden, weil sie wohl „nicht mehr zeitgemäß erschienen“, hat heute durch die Street Art eine Renaissance von Kunst im öffentlichen Raum eingesetzt. Daher werden in der Ausstellung im kleinen Maße auch einige aktuelle Street Art Bilder gezeigt, die allerdings teilweise außerhalb der Schwalm entstanden sind. Außerdem werden einige heutige Wandmosaiken und Arbeiten von Schülern der Melanchthon-Schule Steinatal zum Thema gezeigt.
Der Untertitel der Ausstellung „versteckte Kunst-Schönheiten“ weist daraufhin, dass wir die meisten der gezeigten Werke oft gar nicht bewusst wahrnehmen, „übersehen“, obwohl wir oft täglich an ihnen vorbeifahren oder gehen.
Ein Ziel der Ausstellung ist daher auch, wieder mehr darauf zu achten und wahrzunehmen, was uns umgibt. Es sind oft wahre Schönheiten.

 

Planung, Konzeption und Koordination von Ausstellung und Begleitprogramm: Horst Krause-Willenberg und Bernd Lindenthal

 

Die Ausstellungseröffnung wird musikalisch begleitet und umrahmt von den Klarinettenklängen Andreas Fiebigs.

 

Öffnungszeiten der Ausstellung: Dienstag bis Sonntag von 14:00 - 17:00 Uhr.

Museum der Schwalm; Paradeplatz 1; 34613 Schwalmstadt-Ziegenhain
Tel.: 06691 / 3893 eMail:  info@museumderschwalm.de

 

 


Hessischer Demografiepreis geht in den Schwalm-Eder-Kreis und auch an das Museum der Schwalm

Das Projekt Museumsbus aus der LEADER-Region Schwalm-Aue an dem auch das Museum der Schwalm beteiligt ist hat den 2. Platz beim diesjährigen Hessischen Demografiepreis gewonnen. Mit dem Preis werden Initiativen geehrt, die sich den Herausforderungen des demografischen Wandels in ländlichen Regionen stellen. Über 80 Projekte hatten sich in diesem Jahr beworben, von denen sechs Projekt ausgewählt wurden.

 

 

 

Wir freuen uns riesig, dass wir den 2. Platz beim diesjährigen Hessischen Demografiepreis gewonnen haben, ist er doch eine tolle Bestätigung unseres langjährigen Engagements“, begeistert sich Heidrun Merk vom Schwälmer Dorfmuseum Holzburg. Der Museumsbus ist ein Fahrservice, der Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen kostenlos zu Museen und kulturhistorischen Einrichtungen in der Schwalm-Aue und darüber hinaus transportiert. Denn häufig sind Museen im ländlichen Raum für Gruppen schlecht mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen. „Wir wollen unsere kulturhistorischen Schätze der Region besser bekannt machen“, erläutert Ingo Sielaff vom Hessischen Braunkohlebergbaumuseum, das ebenfalls am Projekt Museumbus teilnimmt. Aber auch die Zusammenarbeit und Professionalisierung der Museen werden durch das Projekt verbessert. Denn die Museen entwickeln mit Unterstützung des Hessischen Museumsverbandes für den Museumsbus zielgruppenspezifische pädagogische Angebote. „Wir sind sehr froh, dass die sechs Kommunen der beteiligten Museumsstandorte und der Schwalm-Eder-Kreis das Projekt finanziell unterstützen“, betont Sonja Pauly, Regionalmanagerin der LEADER-Region Schwalm-Aue und Mitinitiatorin des Projekts. Mit dem Geld werden bis zu 70 Bustransporte pro Jahr und der Projektkoordinator finanziert. Der Museumsbus Schwalm-Aue fährt folgende Museen an: Schwälmer Dorfmuseum in Holzburg, Künstlerkolonie mit Kunsthalle und Gerhardt-von-Reutern Haus in Willingshausen, Gedenkstätte/Museum in Trutzhain, Museum der Schwalm in Ziegenhain, Hessisches Braunkohle Bergbaumuseum in Borken, Erinnerungspfad in Wabern und Haus der Geschichte in Homberg mit Haus der Reformation und HohenburgMuseum. Mittelfristig wird angestrebt, weitere bedeutende Museen im Schwalm-Eder-Kreis für die Teilnahme am Museumbus zu gewinnen. Weitere Infos unter: www.museumsbus-schwalm-aue.de

 

 


„Werkstatt“ Konfirmationszimmer:

Das Museum sucht den ältesten gerahmten Konfirmationsspruch und das älteste gerahmte Konfirmationsbild aus der Schwalm

 

Der Schwälmer Heimatbund hat in seiner Jahreshauptversammlung am 31. 05. 2022 dem Antrag zugestimmt, im Museum der Schwalm ein „Konfirmations-Zimmer“ einzurichten.

 

Vielleicht passend zum Reformationstag möchte ich unsere Mitglieder einladen, nach dem ältesten gerahmten Konfirmationsspruch und dem ältesten gerahmten Konfirmationsbild zu suchen.

 

Früher wurden die Konfirmationsurkunden versehen mit einem Bibelspruch, den der Pfarrer ausgesucht hatte, schön gerahmt und in Ehren gehalten. Vielleicht können Sie sich in Ihrer Familie mal auf die Suche machen und sich auch selbst nochmal mit Ihrem Spruch auseinandersetzen.

 

Die schönsten Beispiele könnten im „Konfirmations-Zimmer“ einen Platz im Museum finden.

 

Die nebenstehenden Bilder zeigen einen Konfirmationsspruch auf einem „Gedenkblatt auf den Tag der Confirmation“ von 1880. Das Konfirmationsbild mit dem Konfirmationsjahrgang 1936 (Geburtsjahrgang 1922 – vor 100 Jahren) vor der Kirche in Zella ist in eine Hinterglasmalerei eingefügt, wie sie zur Umrahmung von Familienbildern zwischen dem 1. und dem 2. Weltkrieg üblich waren. Das Bild ist ebenfalls mit einem Spruch versehen, den man dem Bilderrahmer mitgab, der aber nicht der Konfirmationsspruch sein muss, sondern auch ein Sinnspruch sein kann.

 

Viel Spaß bei der Suche!

 

 

Mit schönen Grüßen aus dem Museum

 

Dr. Armin Wiegand, 31. 10. 2022

 

 

 


Kultur-Spaziergang zu den „versteckten“ Wandbildern in Ziegenhain

mit Horst Krause-Willenberg

 

Am Sonntag, 30.10. von 14 – ca. 16 Uhr
Startpunkt: Museum der Schwalm

 

 

Vincent Burek, Wandbild am Kindergarten Steinweg

Bei der gelungenen Fahrradtour mit 30 Teilnehmern zu ‚versteckten‘ Wandbildern und Mosaiken in Ziegenhain und Treysa kam die Idee zu einer Wiederholung dieser Erkundungstour auf. Der Kultur-Spaziergang stellt nun eine Fortsetzung dieser ‚Entdeckungstour‘ von oft übersehenen Kunstschönheiten der näheren heimatlichen Umgebung dar. Dieses Mal beschränkt sich der Rundgang auf Ziegenhain und die Kunstwerke von Vincent Burek. Neben den frei zugänglichen Außen-Wandbildern an Gebäuden, werden auch die zwei schönen Wandgestaltungen in der Berufsschule Ziegenhain zu sehen sein.
Der Rundgang endet gegen 16 Uhr am Museum der Schwalm.
Es besteht für Interessierte dann noch die Möglichkeit, die umfangreichere Ausstellung zu Wandbildern und Mosaiken in der Schwalm im Museum zu besuchen. Horst Krause-Willenberg bietet dann auch eine kleine Führung zur Ausstellung an.

 

Anmeldung zum Kultur-Spaziergang:
horstkrawi@t-online.de; Tel.: 06691-21753

 

Teilnahmekosten für die Tour: 5 €

 

 

 

 

Galerie

Hier finden Sie einige Bilder aus diversen Veranstaltungen, die im letzten Jahr im Museum der Schwalm stattfanden.

 

Nutzen Sie zur Auswahl bitte die Unterkategorien auf der rechten Seite.

Spinngruppe „Rumpelstilzchen“ zu Besuch im Museum der Schwalm

Am Samstag, dem 15.10.2022 haben wir zu den normalen Öffnungszeiten, also in der Zeit zwischen 14.00 und 17.00 Uhr im Museum die Spinngruppe „Rumpelstilzchen“ zu Gast. Die Gruppe belebt aktiv das Jahrhunderte alte Handwerk der Herstellung von Garnen. Das Spinnen mit Handspindeln sowie Spinnrädern wird praktiziert. Verwendet wird Rohwolle von Schafen, Lamas und Alpakas.Eine Spinnerin ist Expertin im Verspinnen von Katzen-und Hundehaar. Neben theoretischer Grundlagen, gehört auch Fingerfertigkeit dazu.

  

So wird es uns an diesem Tag sicher gelingen, ein altes Handwerk wieder aufleben zu lassen.

 

 

Kleine Fahrradtour in Schwalmstadt zu den „Versteckten“ Kunstschönheiten der Schwalm

Die Fahrradtour ist eine ‚Entdeckungstour‘ zu ‚versteckten‘ Wandbildern und Mosaiken in Ziegenhain und Treysa und wird mit Erläuterungen ca. 120 Minuten dauern. Ein besonderes Highlight ist dabei, dass der sonst nie zugängliche Wasserhochbehälter in der Igelsheide neben dem Fernsehturm einmalig für die Rundfahrt geöffnet wird, damit das sehr schöne Mosaik der Wasserschöpferin von Wilhelm Zastrow im Inneren des Gebäudes betrachtet werden kann. Ebenso wird in der Berufsschule Ziegenhain am Samstag das sehr große schöne Wandbild von Vincent Burek zugänglich sein. Zum Abschluss besteht die Möglichkeit zum Kaffeetrinken im Cafe Viehmeier.

Anmeldung zur Tour:
info@museumderschwalm.de; Tel.: 06691-3893

 

Teilnahmekosten für die Tour: 5 €

 

 

mit Bernd Lindenthal und Horst Krause-Willenberg

 

Am Samstag, 24.09. von 14 – ca. 16 Uhr
Startpunkt: Museum der Schwalm

 

 

Aufgrund der großen Resonanz wird die Ausstellung "Funde aus dem Wallgraben"  bis zum 14.8.2022 verlängert.

Sonderausstellung "Funde aus dem Wallgraben"

Der Schwälmer Heimatbund präsentiert im Museum der Schwalm Fundsachen aus dem Wallgraben in Ziegenhain. Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, dem 16.06.2022 (Fronleichnam), um 17.00 Uhr.

 

Nach vielen Jahren der Sperrung der Wallgrabenanlage und der darauf folgenden Entmunitionierungsmaßnahme werden nun die Fundstücke der Öffentlichkeit gezeigt.

 

Bereits seit 2009 wurden in der Wallgrabenanlage Untersuchungen zur möglichen Entfernung von Fremdstoffen durchgeführt. Die anfängliche Methode mit dem Einsatz von Kampfmitteltauchern war bereits erfolgreich beim Auffinden von Fremdstoffen im Gewässergrund, konnte sich jedoch aufgrund der großen Fläche , die es zu untersuchen galt , nicht durchsetzen. Es musste eine effektive Methode gefunden werden , den Wallgraben flächendeckend zu säubern. Diese konnte im Jahre 2015 der Öffentlichkeit (HNA Bericht vom 16.03.2015) präsentiert werden. Mittels eines großen Baggers schwimmend auf einem Ponton wurde in langjähriger Arbeit der Gewässergrund komplett bis zu einer Schlammtiefe von 1,5 Metern durchgesiebt. Bei dieser Methode konnte jeder Quadratmeter JPS eingemessen , von Unrat und Kampfmitteln befreit werden. Den Schlamm aus der Baggerschaufel hat man mit Wasserhochdruck ausgespült und wieder dem Gewässer zugeführt.

 

Seit Beginn der Untersuchungen stand ein Mitglied des Schwälmer Heimatbundes in engem Kontakt zu den an der Maßnahme beteiligten Institutionen: vom Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen, dem Landesbetrieb Immobilien Hessen, dem Hessischen Justizministerium, der JVA Schwalmstadt. Von allen beteiligten Firmen und dem Landesamt für Denkmalpflege wurde die Aufbewahrung von Fundstücken und die damit verbundene Präsentation in einer Ausstellung unterstützt.

 

Man darf sehr gespannt sein, wie sich so mancher Bürger aus der Region in Bezug zu Ausstellungsstücken an seine Kindheit erinnert. Es werden aber auch Ausstellungsstücke zu sehen sein, welche selbst erfahrene Historiker nur zu Spekulationen anregen können: angefangen vom Schild der ehemaligen Synagoge in Treysa, über ein Siegel oder Säbel und Waffen des ersten und zweiten Weltkrieges. Sicherlich sind auch Formen für die Herstellung von Zinnfiguren, die einstmals im Gefängnis produziert wurden, sehenswert.

 

Daneben werden bei der Ausstellung auch Alltagsgegenstände der jüngsten Vergangenheit gezeigt. Vielleicht erkennt ja der eine oder andere Besucher noch seinen Eishockeypuck oder die nicht ganz legal entsorgte Nähmaschine oder Schubkarre.

 

Die Ausstellungseröffnung wird am Donnerstag , dem 16.6.2022 ab 17.00 Uhr von der Schwälmer Mundartband „Die Stracke“ begleitet. Im zweiten Teil der Veranstaltung spielt die Band im Lüderkeller und im Hof des Museums Rock- , Blues- , Reggae und andere Musik mit eigenen Texten in Schwälmer Platt. Dazu gibt es leckere Schwälmer Spezialitäten und erfrischende Getränke.

 

Die Ausstellung ist noch noch bis zum 14.8.2022 zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums der Schwalm zu sehen (DI - SO von 14.00 - 17.00 Uhr). Sofern Führungen gewünscht werden, ist die Vereinbarung eines Termins unter der eMail-Adresse info@museumderschwalm.de oder unter der Telefonnummer 06691-3893 möglich.

 

 

 

Bilder R. Braun