Raum für Aktion und Kultur im Rotkäppchenland

Das neue Schwälmer Jahrbuch ist da!

Das Schwälmer Jahrbuch 2022, das vom Schwälmer Heimatbund jedes Jahr herausgegeben wird, umfasst 170 Seiten und  wurde wieder von Heinrich Opper als Redakteur zusammengestellt und von Eckhard Knauff aufwendig und professionell  sehr ansprechend gestaltet.

Natürlich hat Corona auch die Aktivitäten und Möglichkeiten im Museum in Ziegenhain sehr eingeschränkt. Trotzdem kann sich der Leser außer über die neue Museumsleitung  in Berichten und Fotos über ein Konzert und drei außergewöhnlichen Ausstellungen ein Bild von dem Geschehen im Museum machen.

Das Jahrbuch bietet ein breites Spektrum an Themen und Darstellungsformen, sodass für die unterschiedlichsten Lesergruppen etwas Neues und Interessantes dabei ist. Ein kleiner Einblick in die Themen kann dies schon verdeutlichen.

Aufgeteilt in sechs große Kapitel findet der Leser anschaulich beschrieben Wissenswertes und Erstaunliches über Funde von Werkzeugen aus unterschiedlichem Gestein in unserer Gegend, die aus den älteren Epochen der Menschheitsgeschichte stammen.

 

Das Leben und bedeutsame Wirken von Otto von Ziegenhain - Erzbischof von Trier (1418) als weltlicher und kirchlicher Fürst wird in größeren historischen Zusammenhängen dargestellt. 

Gelöst werden die Rätsel um Eulen in der Kirche von Ottrau und um Werkzeuge auf einem Wappen an der Kanzel.

Der Leser erfährt auch Einzelheiten über die Baugeschichte der Kapelle Schönberg vor der Reformation, ebenso wie die Geschichte über Eckhard Keller aus Schrecksbach, die etwas Licht in die Hintergründe seiner besonderen Grabstätte außerhalb des Ortes bringt.

Die Pflichten des Pächters eines Hofes in Loshauen, die dieser gegenüber seinem „Herrn“ zu erbringen hat, gehen anschaulich aus einem Pachtvertrag der Familie Hennighausen von 1716 hervor.

Es folgt in einem längeren Artikel ein Überblick über das künstlerische Werk von Wilhelm Zastrow und sein Leben als Flüchtling nach dem 2. Weltkrieg in der Schwalm.

Geschichten aus dem Leben eines Landtierarztes geben Anlass zum Schmunzeln.

Auch die Malerkolonie Willingshausen wird mit ihren Ausstellungen vorgestellt.

Am Schluss finden sich noch zwei Buchvorstellungen.

 

Das Jahrbuch ist für 15.90 € im Museum, den örtlichen Buchläden und der Touristeninformation in Ziegenhain erhältlich.

 

Der Schwälmer Heimatbund bittet seine Mitglieder, sich ihr diesjähriges Jahrbuch zwischen dem 7. und 12. 12. 21  im Museum abzuholen. In der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr wird dann jeweils für sie und andere Käufer des Buches geöffnet sein.


"Weibsbilder schaffen Weibs-Bilder"

Frauen schaffen Kultur

Ausstellung vom 23.10. bis 12.12.2021

In dieser Ausstellung präsentieren die neun Künstlerinnen Babara Beer, Silke Gunkel, Dietlind Hennss, Gabi Kehl, Tina Krause-Willenberg, Ute Mierke, Betty Sarti de Range, Astrid Schlemmer und Michaela T. Spellerberg

Bilder und Objekte, die ausschließlich Frausein und Weiblichkeit darstellen.

Während Frauendarstellungen in Museen und Galerien sonst meist nur von Männern stammen, möchte diese Ausstellung vollständig den fraulichen Blick

auf sich selbst in den Mittelpunkt stellen.

Die verwandten Maltechniken und Materialien stellen eine große Vielfalt dar.

Sie reichen von Grafiken und Ölbildern bis zu großen Pappmachefiguren und Holz, Ton- und Steinskulpturen.

Auch das Begleitprogramm zur Ausstellung wird ausschließlich von Frauen gestaltet. Den Beginn dabei macht

am 11.11.21 um 19:30 Uhr Ute Harras-Fink

mit der Lesung aus Christine Brückners Buch „‘Wenn du geredet hättest, Desdemona‘ – Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen.“

Als zweites folgt am Sonntag, 21.11. von 14:30 bis 18 Uhr der Tanzworkshop von Ute Mierke „‘Unbeschreiblich weiblich‘ –

Ein Tanznachmittag für Frauen“ im La Copa, Paradeplatz 2, Ziegenhain. Am 01.12. um 19:30 Uhr gibt es dann ein musikalisches Intermezzo

mit Stefanie Sievers und Petra Fuchs

„‘Beflügelter Atem‘ – jazzige Duette von Saxofon und Klavier.“

Angeregt durch den Begriff „Weibs-Bilder“ entstand ein sehr vielfältiges Programm, das nicht nur von Frauen/Weibsbildern geschaffen wurde, sondern auch ausschließlich Weiblichkeitsdarstellungen präsentiert, wie es der Ausstellungstitel ausdrückt: „Weibsbilder schaffen Weibs-Bilder“.

Planung, Konzeption und Koordination von Ausstellung und Begleitprogramm:  Horst und Tina Krause-Willenberg.

Zur Zeit ist der Besuch des Museums der Schwalm aufgrund der Coronabeschränkungen nur unter Einhaltung der aktuellen Hygienebeschränkungen:   geimpft, genesen, getestet möglich.

Bei der Ausstellungseröffnung und bei den Begleitveranstaltungen der Ausstellung steht nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung, daher ist eine vorherige Anmeldung unbedingt unter der Telefonnummer 06691/3893 oder per eMail an museumderschwalm@outlook.de erforderlich und frühzeitig angeraten. 

Eintrittspreise Begleitprogramm:

- Lesung: 7 €; ermäßigt 4 €

- Musikveranstaltung: 10 €, ermäßigt: 5 €

- Der Tanz-Workshop kann ausschließlich bei Ute Mierke direkt gebucht      

    werden. Nähere Informationen unter: utemierke@posteo.de


Ein Ort der Begegnungen

Das Museum der Schwalm befindet sich in der historischen Altstadt von Schwalmstadt - Ziegenhain in einem ehemaligen Kommandantengebäude.


Den Besuchern wird in der volkskundlichen Abteilung die farbenfrohe Schwälmer Tracht in Einzelstücken und Figurengruppen gezeigt. Darüber hinaus präsentiert das Museum Schwälmer Bauernmöbel aus mehreren Jahrhunderten. In einigen Ausstellungsräumen werden Ihnen das Leben und die Arbeit in der Schwalm aus der Zeit vor 1900 authentisch dargestellt. Ein Schwerpunkt ist u. a. die Schwälmer Weißstickerei. Auch die Geschichte der Festung Ziegenhain wird anhand eines handgefertigten und mehrere Quadratmeter großen Modells, sowie originalem Waffenbestand bis zurück in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges dargestellt.

Interessant dürfte auch unsere umfangreiche Sammlung mit Exponaten aus der Steinzeit sein, die von verschiedenen Fundstellen in der Schwalmregion stammen. Liebhaber der Schwälmer Malerei können sich an zahlreichen, einzigartigen Gemälden aus der Willingshäuser Malerkolonie erfreuen.


Das Museum der Schwalm stellt sich vor


Wollten Sie schon immer wissen wie der berühmte Schnatz entsteht?

 

Frau Maria Siebert, 88 Jahre jung aus Merzhausen und noch einige der wenigen Trachtenträgerinnen der Schwalm demonstriert den Flecht- und Wickelvorgang des Schälmer Schnatzes.

 

Ever wondered how the famous "Schnatz" is done? The 88 year old Maria Siebert from Merzhausen is showing you the different steps.