Aktuelle Ausstellung / Veranstaltung

... querbeet: Zeichnungen und Skulpturen von Lutz Lesch

- akad. Bildhauer & Steinmetz aus Schwalmstadt -

Sonntag, den 08. April 2018 um 11:30 Uhr

Die Zeitläufe brachten es mit sich, daß Lutz Lesch nach seiner Ausbildung in Kaiserslautern zum Steinmetz und Steinbildhauer bei seinem Studium der "Freien Kunst" in Kassel 1972 - 1981 auf den legendären Prof. Henry Kramer traf. Kein Wunder bei diesen beiden Persönlichkeiten, daß Konflikte über "unterschiedliche Kunstauffassungen" vorprogrammiert waren. Geschadet hat es Lutz nicht, schloß er doch sein Studium bei Harry Kramer und Prof. Salzmann als "Diplombildhauer" mit Bravour ab. In seiner Heimat - Die Schwalm, auch Rotkäppchenland genannt - fest verwurzelt, setzte er viele Zeichen seines Könnens mit über 60 Exponaten an unterschiedlichen Orten. Ob "Rotkäppchen" mit und ohne Wolf, die "Bremer Stadtmusikanten", der "Goldesel" (Tischlein deck Dich), der "Soldat" am Eingang zur Festung Ziegenhain, der "Wolf und die 7 Geißlein", Bären oder ganze Familien aus Holz im Groß- wie im Kleinformat beeindrucken mit ihrer Klarheit, aber auch mit erstaunlich ausgearbeiteten Details wie Fingernägeln oder ausgebeulten Hosen. Großformatige Bleistift- und Tuschezeichnungen zeugen von seiner Fantasie, wenn sich menschliche Körper und Dämonen mischen, der Mensch also "vom Teufel besessen ist". Auf seine großen Skulpturen in Treysa angesprochen, antwortete er verblüffend: "Ich will etwas schaffen, auf dem man "rumkrabbeln" kann.

Die Figuren sollen Kindern Spaß machen, deshalb ist auch der Sockel so wichtig, man muß sich setzen können." Auch seine nächsten Träume sind sehr real. Als ihm im Jahr 2017 Susanne Völker, Chefin der Grimmwelt - heute Kulturdezernentin in Kassel - in seiner Werkstatt besuchte, war eine "Grimm'sche Märchenfigur" in Kassel im Gespräch, die noch der Verwirklichung harrt und für Lutz Lesch eine besondere Ehre wäre. Ebenso die "Gänseliesel" für den Brunnen am Paradeplatz, deren Modell hier schon bewundert werden kann. Noch einmal Lutz Lesch im Original: "Ich brauche die Bildhauerei wie die Luft zum Atmen und vor allem spielen die Märchen eine besondere Rolle in meinen Werken". Welch ein wunderbarer, auch sensibler Antrieb für einen Künstler, der gewohnt ist, mit "groben Geräten und Hunderten von Kilogramm Material" umzugehen.


Internationaler Museumstag

Kunst trifft Theologie: Bildbetrachtung im Dialog

13. Mai, 14:30 Uhr im Kunstkabinett des Museums der Schwalm


Das Museum der Schwalm stellt sich vor