Raum für Aktion und Kultur im Rotkäppchenland

Klavier- und Liederabend im Museum der Schwalm

Der Schwälmer Heimatbund lädt für den 4. September um 19.00 Uhr zu einem Konzert mit der Sopranistin Franziska Scheinpflug und dem Pianisten Valentin Pfalzgraf in das Museum der Schwalm ein. Der aus Loshausen stammende Pianist machte 2016 sein Abitur an der Melanchthon-Schule und studiert seitdem Musik auf Lehramt an der Musikhochschule Frankfurt. Die Sopranistin Franziska Scheinpflug studiert seit 2017 Konzert- und Operngesang an der Hochschule für Musik in Freiburg.

Zusammen haben die beiden Musiker ein anspruchsvolles Programm erarbeitet, welches Werke von Robert Schumann und Ludwig van Beethoven in den Mittelpunkt stellt. Gemeinsam werden sie romantische Kunstlieder zum Klingen bringen, es werden aber auch solistische Werke für Klavier zu hören sein. Das Publikum kann sich auf einen kurzweiligen, abwechslungsreichen Abend freuen.

 

Aufgrund der Coronabeschränkungen steht nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung und eine vorherige Anmeldung ist unbedingt unter info@museumderschwalm.de erforderlich. Die aktuellen Hygienebeschränkungen werden eingehalten, geimpft, genesen, getestet. Der Eintrittspreis beträgt 10 €, ermäßigt 5 €.


Ausstellung im Museum der Schwalm

                       Michael Lampe: Die verspäteten blauen Pferdchen

Michael Lampe: Literarische Landschaften

Ausstellungsdauer vom 4. Juli - 5. September 2021

Viele Monate war das Museum der Schwalm wegen der Pandemie geschlossen, nun gibt es endlich wieder eine Kunstausstellung! Der Maler und Graphiker Michael Lampe präsentiert zum wiederholten Male eine Auswahl seiner Werke im Kunstkabinett des Museums, dieses Mal sind es Literarische Landschaften.

Michael Lampe malt seine Landschaften nicht Pleinair – nicht in der Natur. Es sind literarische Landschaften! Für seine Bilderreise muss er nicht unbedingt sein Atelier verlassen. Es geht ihm nicht um die genaue topografische Verortung.

Der Kunstmaler beschäftigt sich seit seinem Stipendium in der Künstlerkolonie Willingshausen vor über 20 Jahren mit den Themen des Märchens, der Sage und den damit verbundenen Kindheitserinnerungen. Er schreibt Märchen- und Sagentexte handschriftlich auf die Leinwand, sie bilden den Bilduntergrund.

Er illustriert in seinen Bildern aber keine Märchen im klassischen Sinn, also kein Rotkäppchen und kein Wolf. Den Künstler interessieren mehr die subjektiven Empfindungen und Assoziationen der Geschichte im mehrdeutigen Sinn.

Michael Lampe fühlt sich der Künstlerkolonie Willingshausen und dem Museum der Schwalm besonders verbunden - wohl auch aus der geografischen Nähe zu seinem Wohnort Kassel, aber eben auch weil die Schwalm ein kulturhistorisch faszinierendes Gebiet darstellt. Zahlreiche Ausstellungen in der Region belegen dies.

Das Märchen verkündet die Hoffnung, dass die Realität veränderbar sei, und spricht uns dadurch so tief an. Der tausendmal bestätigten Erfahrung, die Welt sei nun mal so, hält das Märchen die Hoffnung entgegen, das 1001. Mal werde neu sein und anders, werde so sein, wie es sein soll. Märchen können uns ermutigen, endlich wieder Utopien zu träumen - es wäre an der Zeit!

 

Der Schwälmer Heimatbund lädt ein zur Vernissage im Museum der Schwalm am Sonntag, den 4. Juli um 11:00 Uhr, Paradeplatz 1, Ziegenhain. Die Ausstellung geht bis Sonntag, den 5. September 2021. Freuen Sie sich auf neue Arbeiten – „Zwischenzeit am Meer“ heißt eine von ihnen. Wir laden Sie auf eine kleine Augenreise ein!

Vorbereitet wurde die Ausstellung von Heinrich Opper und Dennis Möller M. A., der, nachdem Frau Dr. De Santiago Ramos ihren Wohnsitz in die USA verlegt hat, ab 1.6.21 übergangsweise der neue Museumsleiter ist.

 

 

 

 

Anmeldung bitte unter info@museumderschwalm. Die Begrüßung und Laudatio auf den Künstler finden im Museumshof statt. Im Anschluss werden maximal 25 Personen gleichzeitig in die Ausstellung gelassen, wobei für jede Person, die das Kunstkabinett verlässt, ein Besucher nachrücken kann. Die Hygienevorschriften sind zu beachten.


Ein Ort der Begegnungen

Das Museum der Schwalm befindet sich in der historischen Altstadt von Schwalmstadt - Ziegenhain in einem ehemaligen Kommandantengebäude.


Den Besuchern wird in der volkskundlichen Abteilung die farbenfrohe Schwälmer Tracht in Einzelstücken und Figurengruppen gezeigt. Darüber hinaus präsentiert das Museum Schwälmer Bauernmöbel aus mehreren Jahrhunderten. In einigen Ausstellungsräumen werden Ihnen das Leben und die Arbeit in der Schwalm aus der Zeit vor 1900 authentisch dargestellt. Ein Schwerpunkt ist u. a. die Schwälmer Weißstickerei. Auch die Geschichte der Festung Ziegenhain wird anhand eines handgefertigten und mehrere Quadratmeter großen Modells, sowie originalem Waffenbestand bis zurück in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges dargestellt.

Interessant dürfte auch unsere umfangreiche Sammlung mit Exponaten aus der Steinzeit sein, die von verschiedenen Fundstellen in der Schwalmregion stammen. Liebhaber der Schwälmer Malerei können sich an zahlreichen, einzigartigen Gemälden aus der Willingshäuser Malerkolonie erfreuen.


Das Museum der Schwalm stellt sich vor


Wollten Sie schon immer wissen wie der berühmte Schnatz entsteht?

 

Frau Maria Siebert, 88 Jahre jung aus Merzhausen und noch einige der wenigen Trachtenträgerinnen der Schwalm demonstriert den Flecht- und Wickelvorgang des Schälmer Schnatzes.

 

Ever wondered how the famous "Schnatz" is done? The 88 year old Maria Siebert from Merzhausen is showing you the different steps.