Aktuelle Ausstellung / Veranstaltung

"Topographia Hassiae"

Das neuzeitliche Hessen nach Matthäus Merian

Vernissage am Sonntag, dem 26. Juni 2016 um 11:30 Uhr (Eintritt frei)

Ausstellungsdauer: 26. Juni - 31. Juli 2016

 

Matthäus Merian, ein "internationaler Verleger und Kupferstecher" hat innerhalb seiner "Topographia Germaniae" den Hessischen Festungen breiten Raum gegeben. In Basel 1593 geboren, hat er insbesondere in Frankfurt am Main seine epochalen Landschafts- und Städte-Kupferstiche gefertigt und die Welt staunen lassen. In seinem Gesamtwerk nehmen die Hessischen Festungen einen besonderen Platz ein und bezeugen herausragende Ortskenntnisse. Als er 1650 in Langenschwalbach (Nähe Wiesbaden) geachtet und weltbekannt starb, hinterließ er eine der bedeutendsten Bild- und Schriftquellen zur Frühen Neuzeit, die bis heute ihren Reiz nicht verloren hat. Weniger bekannt ist, dass Merian sich als Naturwissenschaftler und außergewöhnlicher Künstler intensiv mit religiösen Fragen auseinandersetzte, wobei ihm weniger Dogmen, kirchliche Strukturen oder die Bibel selbst wichtig waren. Ihm ging es um ein intensives, sehr persönliches Gotteserlebnis, das im Zitat deutlich wird: "...... und [es] diene doch alles zur Seligkeit nichts, wo nicht der Heilige Geist selbstens inwendigk in der Seele lehret."

 

Zugleich ist es uns eine große Freude, mit ihnen die Wiedereröffnung unseres "Archiv der Schwalm" feiern zu können, das wir nach monatelangen Arbeiten - hier haben sich Birgit Roth und Dr. Simone Ramos verdient gemacht - im ehemaligen Direktorenhaus der JVA einrichten konnten. Thematisch konnte es nicht passender sein, haben wir doch einiges zur Regional-Geschichte und darüber hinaus beizutragen. Und ausbaufähig ist es obendrein - privat und institutionell. 

 


Das Museum der Schwalm stellt sich vor