Vergangenes

Der Blick durchs (kunst)-Schlüsselloch

Was es von 1750 bis 1900 so alles gab

- Kunstbetrachtung mit Museumsleiter Konrad Nachtwey -

Das Museum hatte mit dem neugierig machenden Titel „Der Blick durchs (Kunst)Schlüsselloch – was es von 1750 bis 1900 so alles gab“ eingeladen und 33 Besucher kamen, teils „alte Bekannte“, teils „Erstmalige“. Konrad Nachtwey M.A. , „gelernter Kunsthistoriker und Politologe“ konfrontierte seine Zuhörer zunächst mit der Tatsache, dass das 19. Jahrhundert von einer „Revolutionsphase“ durchdrungen gewesen sei, die Endes des 18. Jahrhunderts in Amerika tiefgreifende Veränderungen bewirkt hatte, in Europa mit der franz. Revolution die zentralistische Monarchie hinweg fegte, eine Republik entstehen ließ, um dann mit der Krönung Napoleons (unter Anwesenheit des Papstes in Paris) in einem Kaiserreich zu enden. Dies wiederum veränderte ganz Europa, u.a. entstand das „Königreich Westfalen“ mit Regierungssitz Kassel, der „Code Napoleon“ - Grundzüge des bürgerlichen Rechts – etablierte sich in allen eroberten europäischen Ländern. Das „Heilige Römische Reich Deutscher Nationen“ - eine unglaubliche Idee Karls des Großen von 1000 jähriger Dauer - zerbrach mit der Kaiserkrönung Napoleons. Wenige Jahrzehnte später – nach dem Französisch/Deutschen Krieg (von Napoleon III. vom Zaun gebrochen) gab es einen „Deutschen „Kaiser“, im Schlosssaal von Versailles 1871 ausgerufen und in Königsberg gekrönt. Und das alles sollte mit Kunst zu tun haben? Nun ja. Es ist eine Binsenwahrheit, dass Umbrüche Künstler beflügeln. Um die „künstlerische Zeit“ zwischen etwa 1750 und 1900 verstehen zu können, muss man sich vergegenwärtigen, dass “Rokoko“ eine völlig überzogene „Spielart der Reichen und der Schönen“ gewesen sei, wie sich Nachtwey in seiner gewohnt drastischen wie plakativen Weise ausdrückte, völlig entrückt sozialer Veränderungen. 

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Der Blick durchs (Kunst)-Schlüsselloch -
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ÜBERGABE DES GEMÄLDES "TISCHGEBET"

- Leihgabe von Bernd Völker an das Museum der Schwalm -

am 09. September um 11:30 Uhr im Kunstkabinett

Dem Museum der Schwalm wird am Sonntag, dem 09.09.2018, um 11.30 Uhr, von Bernd Völker, dem bekannten Vorsitzenden des „Arbeitskreises Festung“, aus dessen Privatbesitz das Gemälde „Tischgebet“ als Dauerleihgabe überreicht. Dies ist die zweite Übergabe in diesem Jahr nach „Walter Waentig“ durch die  Schwälmer Firma Rohde im Juni.

Das Museum schätzt sich glücklich, erneut einen bedeutenden Maler aus den Anfängen der Willingshäuser Malerkolonie beherbergen und ausstellen zu dürfen. Das“ Tischgebet“ zeigt eine typische Schwälmer Familie in Tracht betend um den Mittagstisch versammelt, wobei der Raum durch ein Fenster nur spärlich beleuchtet wird.

Das „Tischgebet“ beeindruckt durch „körperliche Dichte“, durch kräftige und erkennbare Pinselstriche bei starkem Farbauftrag.

 


Gemeinsam unterwegs

Eine Ausstellung zu Leben und Endlichkeit

Mit Bildern von Inselmaler Anselm und Zitaten aus Liedern von Rudolf Zuckowski

Konzept: Diakonin Kerstin Slowik

Vernissage am 12. August um 11:30 Uhr im Kunstkabinett des Museums der Schwalm

Ausstellungsdauer bis zum 24. August 2018